Unsere Partner in Guatemala

De Casas a Hogares leistet direkte Hilfe im Hochland Guatemalas. Unsere Mitarbeiter vor Ort wählen Familien aus und errichten wetterfeste, gesunde Häuser für sie.

Als das Projekt im Jahre 2005 ins Leben gerufen wurde, beschäftigte „De Casas a Hogares Guatemala“ nur zwei Mitarbeiter, den Sozialarbeiter und Koordinator vor Ort Oscar Mejia und Henio R., der eine Ausbildung als Maurer hat und die Aktivität auf den Baustellen überwacht. Seit dem ist das Projekt stark gewachsen und beschäftigt unter der Leitung von Herrn Mejia 14 Mitarbeiter. 

Das Team kann 3 Baustellen parallel betreuen, auf denen neben den Mitarbeitern bis zu 18 Freiwillige gleichzeitig am Hausbau beteiligt sind. Die Fertigstellung eines Hauses dauert etwa eine Woche. Doch das Team und insbesondere die Sozialarbeiter betreuen die Familien auch langfristig. Bei gelegentlichen Besuchen wird der Zustand des Hauses kontrolliert und Probleme angesprochen. Auch wird versucht alle Kinder der Familien einzuschulen und ihren Werdegang zu begleiten.

Alle Mitarbeiter von De Casas a Hogares Guatemala sind selbst in Armut aufgewachsen und kennen die alltäglichen Probleme der Familien. 

unser Teamleiter vor Ort - Oscar Mejia

Zur Person: Ich wurde 1971 in Santa Rosa de Lima im Department Santa Rosa geboren. Mein Vater starb etwa fünf Tage bevor ich geboren wurde. Aus diesem Grund verließen meine Mutter, mein älterer Bruder und ich die Familie meines Vaters und zogen in eine kleine Stadt in der Nähe Guatemala Stadts, wo meine Mutter eine Arbeit fand, um uns zu ernähren. Ich bin das 2. Kind meiner Mutter. Ich habe zwei Brüder und eine Schwester. Bald zog mein älterer Bruder zu meinen Großeltern weil das Geld, das meine Mutter verdiente, nicht ausreichte.

Zwei Jahre später wurde meine Schwester geboren und vier Jahre später mein zweiter Bruder. Sie haben unterschiedliche Väter, die meiner Mutter nie in irgendeiner Weise halfen. Einige Jahre später entschied sich meine Mutter, mit einem Mann zusammen zu ziehen, den ich nie mochte. Deshalb riss ich von zu Hause aus. Ich wohnte bei meinen Großeltern. Sie kümmerten sich einige Jahre um mich, aber auch ihre ökonomische Situation ließ es dann nicht weiter zu, mich zu unterstützen. Meine Großmutter fand ein Waisenhaus in Cuidad Vieja, das in der Nähe von Antigua liegt. In diesem Waisenhaus hatte ich alles, was ich brauchte um mich zu bilden. Sie halfen mir neun Jahre lang sehr viel, bis ich den Highschool - Abschluss machte. Von da an lebte ich alleine. Ich begann in einer Privatschule zu arbeiten, wo man mir 300 Quezales (ca. 30€) pro Monat bezahlte. Das war mein erstes Gehalt. Ich versuchte an dem einzigen staatlichen College Guatemalas zu studieren, aber meine finanziellen Möglichkeiten reichten nicht aus um mich über Wasser zu halten. Deshalb versuchte ich, den Job zu wechseln um mehr Geld zu verdienen. Der Erfolg blieb aus. Seit dieser Zeit hatte ich etwa fünf verschiedene Jobs. In meinem letzten, bei einer NGO arbeitete ich etwa acht Jahre. In diesem Job habe ich ein paar sehr gute Dinge gelernt über die Möglichkeiten den Armen in meinem Land zu helfen. Seit Dezember 2004 arbeite ich für De Casas a Hogares.1998 heiratete ich Lorena, die eine wunderschöne Frau und ein sehr wundervoller Mensch ist. Wir haben drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. Ich bin sehr stolz auf meine Frau und meine Kinder. 

Warum ich gerne den Armen in meinem Land helfe:

Ich arbeite gerne für die Menschen hier, weil ich ihre Situation aus eigener Erfahrung kenne. Ich habe unter ähnlichen Bedingungen gelebt und kann nachvollziehen, wie sie sich fühlen, wenn sie in derart armen Verhältnissen leben. Außerdem ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass es andere Menschen in anderen Ländern gibt, die durch ihre Unterstützung eine kleine schrittweise Veränderung in unserem Land sehen wollen. Ich denke das ist etwas, was es wert macht, für all diejenigen zu arbeiten, die immer noch darauf hoffen, etwas geschenkt zu bekommen, mit dem sie ihr Leben ändern können. 

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